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Das Triple-P Programm

Der Einfluss der familiären Beziehungen auf das Wohlbefinden des Kindes

Die Qualität des Familienlebens ist für das Wohlergehen von Kindern von zentraler Bedeutung. Für das psychische, physische und sozial-ökonomische Wohlbefinden von Kindern haben familiäre Beziehungen, insbesondere die Eltern-Kind-Beziehung, einen enormen Einfluss. Störungen im Familienleben oder der Zusammenbruch familiärer Beziehungen stehen im Zusammenhang mit Problemen der psychischen Gesundheit. Epidemiologische Untersuchungen weisen darauf hin, dass familiäre Risikofaktoren wie Armut, Familienkonflikte und Eheauflösungen die Entwicklung des Kindes in starkem Ausmass beeinflussen (Sanders et al., 2006, S. 6, zit. nach Sanders & Duncan, 2002).

Auffallend ist dabei das Fehlen einer warmen positiven Beziehung zu den Eltern, eine unsichere Bindung, harte, unflexible, rigide oder inkonsistente disziplinäre Massnahmen, inadäquate Beaufsichtigung oder Sich-Einmischen bei den Kindern, Ehekonflikte und deren Auflösung und elterliche Psychopathologien. Das Risiko von Verhaltensauffälligkeiten und emotionalen Problemen bei Kindern erhöht sich besonders durch das Vorkommen von Depressionen bei der Mutter. Dazu zählen auch Drogenmissbrauch, unsoziales Verhalten und Jugendkriminalität (Sanders et al., 2006, zit. nach Loeber & Farrington, 1998).
Eltern erfahren oft nur geringe Vorbereitungen auf ihre Elternschaft, und die Anforderungen werden noch erhöht, wenn die Eltern auf kein unterstützendes Netzwerk Zugriff haben, wie z.B. Grosseltern, Freunde, welche sie um Rat und Unterstützung bitten können. Ebenso steigt die Anforderung in der Elternschaft, wenn der Partner fehlt, durch Trennung, Scheidung oder neue Partnerschaft (Sanders et al., 2006, zit. nach Lawton & Sanders, 1994).
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