Wellen.jpg

ADHS - Homöopathie

Das Leben mit Kindern, die an einer Aufmerksamkeitsstörung, oft verbunden mit Hyperaktivität leiden, wird für die Meisten im verantwortlichen Umfeld als intensiv und belastend empfunden und man stösst an Grenzen. Diese Kinder brauchen unsere Unterstützung, Toleranz, Geduld und Aufmerksamkeit mehr als andere. Sie können uns aber auch beeindrucken mit ihrer Kreativität und Phantasie.

Eine homöopathische Behandlung fördert die individuelle Entwicklung des Kindes und führt zu stabilen Verbesserungen. Diese Behandlung wird durch ein gezieltes, individuelles Verhaltens- und Konzentrationstraining unterstützt (siehe Verhaltens- und Konzentrationstraining).

Vorurteile wie «ADHS – Kinder sind nicht wirklich krank, sondern nur ein Produkt falscher Erziehung und moderner Lebensgewohnheiten, bei denen Fernseher und Videospiele schon längst Sport und Spiel im Freien abgelöst haben», werden durch wissenschaftlich belegte Fakten, dass die Verhaltensstörungen von ADHS-Kindern durch neurobiologische Funktionsstörung, also einer Stoffwechselstörung im Gehirn ausgelöst wird, abgelöst.

Aus homöopathischer Sicht gibt es Behandlungsansätze die beachtlich sind und ermutigen und bestätigen uns wieder einmal mehr, mit dieser Heilmethode gute Erfolge zu erzielen und in die Richtung ganzheitlicher Heilung zu gehen. Jeder betroffene Erwachsene, jedes betroffene Kind ist eine Persönlichkeit, deren Probleme individuell verstanden werden müssen. Jedem Kind, das sich nicht konzentrieren kann, unruhig ist, nicht stillsitzen kann, unkontrollierte Wutausbrüche hat, liegen individuelle Ursachen vor, die es genau zu betrachten gilt.  

Für die Eltern braucht es extreme Geduld, immer wieder Nachsicht, sehr viel Ausdauer und Verständnis, Kinder mit ADS auf ihrem Lebensweg zu begleiten. Es braucht auch für die Eltern Verständnis für ihre Not, ihre Schuldgefühle, ihre ganze Verzweiflung, manchmal auch Wut und Ohmacht. Gehen wir mit viel Liebe, viel Zeit, Geduld und Toleranz an diese Aufgabe, ermöglicht es uns einen Zugang zu diesen Kindern zu finden, zu ihren Ängsten, Nöten, zu ihrer Welt, damit sie sich wertgeschätzt und verstanden fühlen. Nur so können sie ihr Selbstwertgefühl aufbauen, um sich in der Zukunft zurechtzufinden.

Bei der Benennung dieser Verhaltensauffälligkeiten wir von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom), hyperkinetischen Syndrom, Aufmerksamkeitsstörung, minimaler zerebraler Dysfunktion oder Lernstörungen gesprochen. Die Abkürzung ADHS bezeichnet eine sog. Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Generell sprechen wir von Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) mit oder ohne Hyperaktivität.

Man nimmt an, dass etwa 5-10 % aller Kinder und Jugendlichen an krankhaften Störungen der Aufmerksamkeit und motorischer Unruhe leiden. Charakteristisch dafür sind folgende drei Hauptsymptome:

  1. Hyperaktivität (übersteigerter Bewegungsdrang
  2. Unaufmerksamkeit (gestörte Konzentrationsfähigkeit)
  3. Impulsivität (unüberlegtes Handeln)

Eine Diagnosestellung ist nicht ganz einfach, weil immer auch andere Störungen zuerst ausgeschlossen werden müssen wie:

  • schulische Überforderung, 
  • Schwierigkeiten sich in die Gesellschaft einzuordnen, 
  • Verhaltensstörungen aufgrund mangelnder Umweltreize, 
  • Störungen der Stimmung und des Antriebes, 
  • spezifische Lernstörungen und 
  • Entwicklungsrückstände.

Eine medizinische Diagnose kann nicht durch einen einzigen Test erfolgen, sie wird auf verschiedenen Ebenen erfasst.

Fall aus der Praxis
Seitenanfang
Calvin1.gif

Calvin2.gif

Calvin3.gif


Calvin4.gif